Jawohl, die schönen Tage in Berlin gehen zu Ende, doch gemach, gemach, der Zug geht erst mitten am Nachmittag heim ins heimatliche Bayern, zuvor ist nach dem Packen noch ein gemütliches Frühstück angesagt. Da ärgert es uns auch nicht, dass es die Verwaltung des Hotels bis jetzt nicht auf die Reihe bekommen hat, die defekte Glühlampe des Deckenfluters in unserem Zimmer auszutauschen. Nachts soll man ja schlafen, und nicht lesen, Tagebuch schreiben oder sonstige Licht-spezifischen Aktivitäten ausführen, die die Hilfe eines Deckenfluters beanspruchen...
Am Hauptbahnhof lagern wir unser Gepäck zwischen. Das hatten wir uns so gedacht, wir Landeier. Früher gab's mal am Münchner Hauptbahnhof mehrere Reihe von langen Schränken mit Gepäckfächern. Tür auf, Geld rein, Gepäck rein, Tür zu, ab dafür.
Denkste wohl! Eine lange Schlange vor der Gepäckabgabe, eine Viertelstunde Wartezeit und satte 3 Euro für einige Stunden Gepäck-Aufbewahren. Teures Pflaster hier! Nun ja, zugegeben, es ist schon einige Cents mehr wert, wenn das Gepäck durchleuchtet wird. Nach dem 11. September und den missglückten Attentaten auf die Bahn sollte die zusätzliche Sicherheit schon die lange Wartezeit wert sein! Wahrscheinlich fallen einige zehn Cents auch für die Sprachdesigner der Bahn an, die sich die dollen Namen einfallen lassen wie "Gepäck Center". Ich habe vergessen, wie das Klo bei der Bahn heißt, aber irgend etwas wie "... Center" wird es wohl gewesen sein.
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| Von Berlin: 4.4.2007 |
Bei knallblauem Himmel, aber bitterkalter Luft spazieren wir vom Hauptbahnhof der Spree entlang zum Brandenburger Tor:
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Nach einer Rast marschieren wir durch den frühlingshaften Tiergarten bis zur Schleuse über den Landwehrkanal, wo ein hübscher Biergarten liegt und nicht nur ein Kammsteak mit Couscous-Salat (ein Novum für meinen Gaumen) für 6,50 Euro anbietet, sondern auch eine blitzsaubere Toilette.
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| Von Berlin: 4.4.2007 |
Ich kann nach dieser Rast mit meinen Nordic-Walking-Stöcken wieder weiter marschieren, und so gehen wir am Zoo entlang zum Bahnhof Zoo, zum Tchibo-Laden unterhalb des Europa-Centers, um einen Capucchino zu trinken und weiter zum Kaufhaus des Westens, das alle seine Fenster in gold dekoriert hat. Man sieht es und glaubt es kaum: Alle (!) Schaufenstern zeigen nichts anderes als goldene Lindt-Hasen! Ansonsten sind sie leer.
Doch nicht nur das fällt auf. Tritt man ein, und erwartet, sich zwischen hunderten von Parfums und deren Anpreiserinnen den Weg zur Rolltreppe erkämpfen zu müssen, findet man... jawohl, einen Stockwerk-großen goldenen Lindt-Hasen:
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| Von Berlin: 4.4.2007 |
"Überfluss" scheint die Devise der Kaufhauses zu sein. Demgemäß ist auch die Tee-Abteilung umfangreich und nicht von schlechten Eltern!
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| Von Berlin: 4.4.2007 |
Unsere Empfehlung: Die Feinschmecker-Abteilung in einem der oberen Stockwerke satt, mit möglichst etwas Süßem im Bauch, betreten. Denn die Kauflust ist enorm - und wer will schon mit einem Loch im Geldbeutel den Konsumtempel wieder verlassen? Wir verabschieden uns - nach dem Kauf von Ostergeschenken für unsere Lieben - mit einem BLITZ ...
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| Von Berlin: 4.4.2007 |
... vom imposanten Kaufhaus des Westens und trudeln langsam wieder im Hauptbahnhof ein, wo das Gepäckabholen wider Erwarten schneller geht als vorhin (10 Minuten). Um ein Haar wäre eine 30-köpfige Reisegruppe vor uns angestanden, womit das Personal reichlich zu tun bekommen hätte - mit wiederum reichlich Verzögerung für uns.
Der ICE fährt ein, wir nehmen Platz, stöpseln die MP3-Player ein und ich genieße die angenehme Fahrt über Leipzig und Nürnberg in die heimatlichen Gefilde, sobald das nebenan sitzende Kleinkind endlich aufhört, seine Schuhe an meiner Hose abzuputzen.
Die ICE-Designer haben sich eine nette Methode zum Förderung der Kommunikation ihrer Fahrgäste einfallen lassen: Es gibt hier nur einen Haken für die Kleidung von 2 Personen. Und der ist komischerweise direkt über mir. Was bedeutet, dass ich auf dem engen Sitz noch mehr Enge habe, weil mir seitlich Kleidungsstücke den Platz streitig machen, viel mehr, als ich brauche, um meinen Kopf gemütlich an der Wand anzulehnen. Mir wäre ein unverstellter Blick nach draußen lieber gewesen, als eine Seitenstrebe mit dick Kleidung drauf. Die Nachbarin, die ihr quirliges Kind nicht bändigen kann, verschwindet in Leipzig und es kehrt angenehme Ruhe ein, Zeit, um die Reise Revue passieren zu lassen und den Krimi im mp3-Player weiter zu hören.
Danke, ihr Tchibo-Strategen. Bis bald wieder im ICE mit dem Tchibo-Ticket!
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Diese Bücher/Printprodukte haben mir bei der Vorbereitung und Durchführung der Berlin-Reise sehr geholfen:
1.) das handliche Taschenbuch "Berlin" aus dem Michael-Müller-Verlag, geschrieben von Gudrun Maurer
2.) die Polyglott City Box Berlin (30 Touren zu Fuß), ein völlig neues Konzept eines Reisebuches in Form einer Sammlung von losen Faltkarten, die bequem in die Hemdtasche passen.
3.) "Freizeit in Berlin und Umgebung" (März 2007)
zu 1.)
Gudrun Mauer: Berlin MM-City
Hauptstadt, Laboratorium der Vereinigung, Hochburg von Wissenschaft und Kultur, Party-Stadt — das alles ist Berlin und noch viel mehr. Insgesamt zehn Spaziergänge führen den Leser zu bekannten Orten wie dem edlen Gendarmenmarkt, der weltberühmten Museumsinsel oder in die Spandauer Vorstadt mit ihrem sanierten Hinterhof-Gewirr, das sich zum Touristen-Magneten entwickelt hat. Aber auch weniger Bekanntes steht auf dem Programm, z. B. das kleinstädtische Köpenick, das idyllisch auf einer Halbinsel zwischen Dahme und Spree liegt.
Dazu kommen Ausflüge in die nähere Umgebung, etwa in die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärte Stadt Potsdam. Zu jedem Rundgang gibt es aktuelle Shopping- und Restaurant-Tipps sowie Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten und zum Nachtleben — in allen Preislagen und für jeden Geschmack.
Hier mehr Infos: Gudrun Mauer: Berlin MM-City
oder auch das andere Buch von
Gudrun Maurer: Berlin und Umgebung
zu 2)
Polyglott city box Berlin
30 Touren zu Fuß.
Unsere besten Tipps und Adressen
NEU: März 2007
Die übersichtliche Kartografie der Faltkarten, Infos und Tipps zum Einkehren oder Shoppen, zum Übernachten und Nightlife-Spots machen die Box zu Ihrem hilfreichen Fremdenführer. Die vorgeschlagenen Touren sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Tourenkarten sind nur 1 x gefaltet und passen bequem in jede Hemdtasche.
Die Polyglott city box Berlin gibt es hier
zu 3.)
Freizeit in Berlin und Umgebung
von Manuela Blisse und Uwe Lehmann
Der brandneue Freizeitführer (März 2007) eignet sich für:
- Einheimische, die Anregungen für Freizeit oder Urlaub zu Hause suchen
- Einheimische, die ein Programm für auswärtige Gäste planen
- Familien, die gemeinsam etwas unternehmen wollen
- Leute, die zuhause Urlaub machen
- Besucher, die nicht zum ersten Mal in der Stadt sind
- Langzeitbesucher
- Zugezogene, die ihre Stadt kennen lernen möchten
Kultur und Events - Kinder – Sport – Wellness – Ausflüge – Veranstaltungskalender
Hier gibt es mehr Infos:
Polyglott: Freizeit in Berlin und Umgebung





